Abitur 2017 ♥️ Erfahrungen & Tipps

Hallo ihr ♥️
Ich freue mich total, denn ich habe mein Abitur bestanden 🎉 Ich bin echt froh, dass ich es geschafft habe und bin unheimlich stolz.
Denn das Abi ist ein wichtiger Meilenstein im Leben, der höchste Schulabschluss, den man in Deutschland erreichen kann. 
Mit Abitur stehen einem alle Türen offen. 
In dem heutigen Post würde ich euch gerne meine Erfahrungen diesbezüglich mitteilen; wie ich die Zeit kurz vor und auch während dem Abi empfand; wie meine Prüfungen waren und wie ich mich jetzt nach all der Zeit auf das Ende meiner Schulzeit vorbereite. 
Desweiteren würde ich gerne meinen Lesern unter euch, die in den nächsten Jahren ihr Abi vorbereiten, ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie man die Reifeprüfung erfolgreich meistern kann.
Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich anfangen soll.. die letzten 4 Monate sind wie im Flug vorbeigegangen, und ich kann es immer noch nicht so richtig realisieren, dass ich jetzt hier stehe, mit dem Abi in der Tasche.. Es kam in den letzten vier Monaten viel auf mich zu, da muss ich zunächst mal meine Gedanken ordnen.
Ich beginne am besten ganz von vorne: Ende Februar habe ich erst richtig realisiert, dass das Abi immer näher rückt, da wir Ende März unseren letzten Schultag hatten und im April bzw. Mai bereits Prüfungen stattfanden. Demnach habe ich bereits im Februar angefangen, für die Prüfungen zu lernen. Ich wollte nicht auf den letzten Drücker beginnen, da ich immer viel Zeit benötige, um mir den Lernstoff zu verinnerlichen. Bei mir hätte es auch in Bezug auf die Menge des Lernstoffs nicht gereicht, einem Monat vorher mit dem Lernen zu beginnen. 
Bevor ich angefangen habe zu lernen, habe ich allerdings eine Lernübersicht erstellt. Ich habe mir dazu auf einem Blatt notiert, welche Themen ich für die jeweiligen fünf Prüfungsfächer können muss. So hatte ich eine gute Übersicht darüber, welche Themen abiturrelevant sind oder welche Themen ich noch abarbeiten musste. Wie erwähnt, musste ich mein Abitur in fünf Fächern ablegen: zum  einen in meinen zwei Erweiterungskursen Deutsch und Französisch, und in drei Grundkursen - zum ersten in einem gesellschaftswissenschaftlichen Fach, in meinem Fall Erdkunde, und zum zweiten in einem naturwissenschaftlichen Fach, also Mathe. 
Diese Prüfungen habe ich schriftlich abgelegt. 
In dem fünften Fach, welches man frei wählen konnte, wurde man mündlich geprüft. Ich habe als mündliches Prüfungsfach Bildende Kunst gewählt, da ich dieses Fach immer ganz interessant fand und hier auch ganz gute Noten hatte. 
Zugegebenermaßen hätte ich aber lieber Spanisch als Prüfungsfach genommen anstatt Erdkunde, denn mir liegen Sprachen viel besser als gesellschafts- oder naturwissenschaftliche Fächer. 
Doch leider ist ein solches Sprachabitur an normalen Gymnasien im Saarland derzeit nicht vorgesehen, denn wir müssen im Abitur eine Gesellschaftswissenschaft und eine Naturwissenschaft belegen. Wie bereits erwähnt, habe ich mein Abi im Saarland gemacht, da ist das so geregelt..
Und dann war es Ende April so weit : die erste Prüfung stand an - im Fach Deutsch. Ich war echt nervös und angespannt, zumal ich auch ziemlich Prüfungsangst habe. Bei Deutsch hätte ich mir im Vorfeld bereits viele Gedanken gemacht, welche Themen wohl drankommen könnten und ob ich mit der Auswahl klarkommen würde.. 
Letztendlich waren meine Sorgen jedoch unbegründet, denn ich habe ein Thema genommen, dass mir relativ gut gelegen hat und dass ich auch schon fast immer bei den Kursarbeiten gewählt hatte. Ich habe michdann auch relativ schnell für das Thema  Gedichtinterpretation entschieden. Aber ich war mir auch schon im Vorneherein sicher, dass ich das nehmen werde, wenn das als Thema vorkommt. 
Auf Deutsch folgte nun die schriftliche Prüfung in Erdkunde. Der trat ich allerdings mit etwas gemischten Gefühlen entgegen, da Erdkunde nicht immer zu meinen besten Fächern zählte. Aber die Prüfung ist ganz gut gelaufen, es war wirklich machbar ;-)
Vor der dritten Prüfung hatten meine Mitschüler und ich wohl am meisten Respekt : nämlich Mathe. Das war in meiner ganzen Schullaufbahn nämlich auch nicht unbedingt mein Lieblingsfach gewesen 😂 Mathe war auch ein Fach, für welches ich sehr viel üben musste und für welches ich auch seit über 3 Jahren professionelle Nachhilfe in Anspruch nahm.
Allerdings muss ich schon sagen, dass ich dadurch gut für Mathe vorbereitet war : ich habe auch in der Vorbereitungszeit Abiaufgaben der letzten Jahre geübt, damit ich ein Gefühl für diese Aufgaben bekomme und weiß, welche Aufgaben in der Prüfung in etwa auf mich zukommen werden.
Letzten Endes hab ich Mathe dann aber auch ganz gut hingekriegt 😉
Die letzte Prüfung war dann Französisch, das hat aber auch ganz gut geklappt, da hatte ich auch nie soviel Probleme damit. Zusammenfassend kann ich sagen, dass alle Prüfungen ganz gut gelaufen sind, obwohl ich vor jeder dieser vier schritlichen Prüfungen supernervös gewesen bin. Aber das ist bei Prüfungen ja normal, weil man diese ja nicht verhauen will  und gewissermaßen auch vieles von dem Abitur abhängt. Das ist ziemlich nervenaufreibend, aber ich denke mir, dass man sich letztendlich nicht verrückt machen sollte. Es kommt, wie es kommt. Und am Ende waren die Prüfungen auch gar nicht so schlimm, wie ich sie mir vorgestellt hatte :-D
Jedoch hatte ich, nachdem der schriftliche Teil vorbei war, ziemlich gemischte Gefühle. Klar, es hat alles gut geklappt und ich habe bei allem mein Bestes gegeben, aber ich konnte überhaupt nicht richtig einschätzen, was ich in etwa für Noten bekommen würde. Diese Ungewissheit war quälend, und wurde dadurch verschlimmert, dass wir nun über einem Monat auf die Erhebnisse der schriftlichen Prüfungen warten mussten. 
Das waren wieder ein paar harte Wochen bis dahin, aber was sollte ich tun - da musste ich wohl oder übel durch. Aber ich habe dann auch versucht, die Zeit möglichst angenehm zu gestalten, und schöne Sachen zu unternehmen, um mich abzulenken. Das hat geholfen, wieder auf andere Gedanken zu kommen.
Und dann war er da : der gefürchtete Tag im Juni, an dem wir unsere Ergebnisse bekommen haben. 
Meine Hände haben den ganzen Morgen über nur gezittert, so aufgeregt war ich. Und dann - endlich - die erlösende Erkenntnis : ich habe den schriftlichen Teil bestanden 😍 Ich war soweit durch und musste keine Nachprüfung belegen. Ich war heilfroh, mir ist ein Riesenstein von Herzen gefallen ♥️
In dem Moment ist jede Menge Druck, der die letzten Monate schwer auf mir gelastet hat, abgefallen.  Und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass sich die Arbeit der ganzen letzten Monate ausgezahlt hat. Nun konnte ich mich zurücklehnen und entspannen ::-)

Und zum Ende dann der krönende Abschluss : der Abiball ! Ich hatte mich wochenlang auf diesen Abend gefreut, besonders auch, weil ich endlich mein Abiballkleid tragen konnte und natürlich auch darauf, mein Abiturzeugnis, dass ich an diesem Tag bekommen hatte, in den Händen zu halten. Ich war echt stolz auf mich, wie ich auf die Bühne gerufen wurde, um mein Abizeugnis in Empfang zu nehmen 💕 Es war auch ein toller Abend; wir hatten ein tolles Programm organisiert, bei welchem es garantiert nicht langweilig wurde. Jedoch wurde mir auch im Laufe dieses Abends immer mehr bewusst, dass dies der letzte Abend war, wo die ganze Jahrgangsstufe, unsere Lehrer und Eltern noch einmal zusammenkamen, um zu feiern, bevor jeder in eine andere Richtung gehen würde.. Ich werde da schon etwas wehmütig, und ich erinnere mich daran, dass ich in der Schule - trotz vieler Höhen und Tiefen - größtenteils eine schöne Zeit erlebt hatte.Ich blicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Ich habe hier Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte und die mich stark gemacht haben. Denn genau diese Erfahrungen sind es, die mich zu der gemacht haben, die ich heute bin - im positiven Sinne. Und dafür bin ich wirklich dankbar. Ich werde noch oft an diese Zeit zurückdenken. <3

5 Tipps, um das Abitur zu bestehen


1. Motiviert bleiben

Das ist das Wichtigste, denn nur mit Motivation kommt man zum Ziel. Allerdings muss ich auch zugeben, dass es schwierig ist, immer motiviert zu bleiben, weil Rückschläge unseren Motivation negativ beeinflussen können. Um mich für das Abi zu motivieren, hat es mir geholfen vor Augen zu führen, warum und für welchen Sinn ich das überhaupt mache. Ebenfalls habe ich mir auch immer ausgemalt, wie mein Ziel aussieht und wie ich mich dort sehe, d.h. an der Abifeier als glückliche Abiturientin in einem schicken Kleid mit meinem Abiturzeugnis in der Hand :-)
Je öfter man sich das vorstellt, desto realer wird diese Vorstellung werden und das gibt auch die Kraft daran zu glauben, dass es am Ende tatsächlich so kommen wird. Man muss nur positiv denken 😊
Auch hilfreich sind Motivationssprüche, auf Pinterest gibt es da viele schöne zu dem Thema. 
Wenn ihr dort einen guten Spruch findet, könnt ihr den als Mantra verwenden und ihn euch immer wieder vorsagen, wenn ihr merkt, dass die Motivation sich aus dem Staub macht ;-)

2. Gute Vorbereitung

Bei der großen Menge an Lernstoff, welchen mal fürs Abi draufhaben muss, lohnt es sich auch beim Lernen sinnvoll vorzugehen. Ich würde auch jedem raten, früh genug mit den Lernen anzufangen. Ich habe 2-3 Monate vorher begonnen, mich vorzubereiten, das war dann auch völlig ausreichend. Erstellt euch am besten, bevor ihr mit dem Lernen anfangt, eine Übersicht, welche Themen ihr für die jeweiligen Fächer können müsst. Ordnet die Themen, die ihr lernen müsst, am besten vorher, damit ihr nicht kreuz und quer lernt. Denn Ordnung ist auch beim Lernen das halbe Leben ;-) Das Lernen zu strukturieren, hat mir richtig geholfen, man hat auch so einen viel besseren Überblick. 
Beim Lernen selbst ist es wichtig, dass man nicht zuviel lernt, sondern sich den Stoff gut einteilt. 
Ich hatte an einem Tag jeweils 2 Stunden für 2 Fächer gelernt. Ich fand das völlig ausreichend, und ich konnte den gelernten Stoff so besser verarbeiten als wenn ich den ganzen Tag gelernt hätte. Das ist meine beste Lernmethode, aber natürlich lernt jeder anders, das ist ganz individuell und kommt auf den Typ an. Das muss dann jeder für sich selbst wissen. Wichtig ist einfach, dass ihr frühzeitig anfängt zu lernen, alles gut strukturiert , viel übt und am Ende gut vorbereitet seid 😊

3. Gesunde Ernährung

Wichtig ist auch auf jeden Fall, dass man sich während der Prüfungsvorbereitung gesund ernährt.
Achtet darauf, viel Obst und Gemüse zu essen, aber auch Nüsse, dunkle Schoki und eine gute Tasse Kaffee liefern viel Energie. Auch sollte man regelmäßig Mahlzeiten zu sich nehmen und viel trinken, mindestens 1,5 Liter pro Tag. Denn nur so hat man die Energie, sich bestens auf den Lernstoff zu konzentrieren. 

4. Gönne dir Auszeiten!

Das Lernen sollte bei der Vorbereitungszeit im Vordergrund stehen - aber nicht nur. Man sollte sich zwischendrin auch Auszeiten gönnen und eine Pause vom Lernen machen. Das ist wichtig, um den Kopf freizubekommen. Also geht raus, unternehmt was Schönes und genießt die Zeit.

5. Keine Macht der Prüfungsangst

Es gibt kaum jemanden, der sie nicht kennt : die Prüfungsangst. Die einen leiden vielleicht weniger darunter, und die anderen mehr. Schwitzige Hände, Herzrasen oder Übelkeit sind die häufigsten Syptome dafür. Aber auch gegen Prüfungsangst kann man vorgehen. Hier sind meine besten Techniken, um die Prüfungsangst ein wenig zu mildern :

 vor der Prüfung :
- Setzt euch hin und legt eine Hand auf euren Bauch. Dann atmet ihr langsam tief ein.. und wieder aus. Konzentriert euch dabei auf euren Bauch, und beobachtet, wie sich dieser beim Ein-& Austatmen hebt, und wieder senkt. Wenn ihr das 10mal wiederholt, werdet ihr ruhiger werden. 
- Fokussiert euch auf keinen Fall auf den Gedanken, eine gute Note schreiben zu müssen. 
Denn der Druck, eine gute Note schreiben zu müssen, führt dazu, dass man sich innerlich total verkrampft. Im schlimmsten Fall wird es zu einem Blackout führen, dass man am Ende gar nix mehr weiß und die Klausur verhaut. Besser ist es, wenn ihr euch nur auf die Aufgabenstellung konzentriert und versucht, diese so gut wie möglich zu bearbeiten. Denkt also in dem Moment auf keinen Fall daran, was da rauskommen könnte, sondern konzentriert euch nur auf die gestellten Aufgaben, die zu lösen sind.
- Hält auf jeden Fall etwas zu essen und zu trinken parat. Denn Prüfungsängste führen dazu, dass der Blutzuckerspiegel abfällt und die Folge davon ist, dass man sich schlechter konzentrieren kann. 
Kaugummi kauen hilft ebenfalls, sich besser zu konzentrieren.
- Viele von euch besitzen bestimmt auch einen Glücksbringer, der bei den Prüfungen dabei ist. So ein Glücksbringer vermittelt auch Vertrauen und Sicherheit, was hilft,  die Prüfungsangst etwas zu lindern.
- Kurz vor der Prüfung sollte auch nicht mehr gelernt werden, da dies dazu führt, dass man noch nervöser wird. Besser ist es, kurz vor der Prüfung nochmal allein an die frische Luft zu gehen und sich zu darauf besinnen, dass man sich gut vorbereitet hat und dass man diese Prüfung hinkriegt.
Wenn ihr diese Tipps beherzigt, steht einem erfolgreichen Abitur eigentlich nichts mehr im Wege 😊 
Jedenfalls haben sie mir während dem Abi sehr geholfen.
Ich hoffe, ich konnte euch in diesem Post einen kleinen Einblick in meine Zeit während des Abiturs verschaffen 😉 
Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt es doch gerne in die Kommentare.
Ansonsten verabschiede ich mich nun, mit dem Abi in der Tasche, bis zum nächsten Blogpost 💕

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